Sechs Premieren an einem Abend
Performance-Fest: Have a Nice Evening!

Der Titel ist zugleich Einladung an das Publikum: Verbringen Sie einen netten Abend mit den Künstlern und untereinander, benützen Sie das Service-Angebot, lassen Sie sich verführen in Talkshows und voyeuristischen Situationen und lassen Sie sich aufklären, was eine "Non-Performance" ist. Aperitif, kleine Snacks und ein Magenbitter zum Schluss sind im Eintrittspreis enthalten.

Camilla Dahl & Berit Schweska Berlin
FLAP fun-love-art-pleasure

Im Ambiente eines mobilen Hotels bieten zwei "Hostessen" Dienste an, die jederzeit Lustbarkeit versprechen. Im Mittelpunkt des Interesses stehen die verborgenen Wünsche und Sehnsüchte des sinnlichen Kunstkenners.

FLAP liefert Kunst, die man anfassen, auf die man klettern, auf die man sich setzen, in die man beißen kann, Kunst, die dem Publikum einen Sockel gibt und die sinnliche Erfahrung vermittelt.

 

FLAP lädt das Publikum ein, einen Raum mit erholsamem und therapeutischem Charakter zu betreten, der die Möglichkeit gibt, zu relaxen und sich an der Erfahrung von Kunst zu erfreuen.

Produktion und Realisierung: FLAP und Theaterfestival SPIELART München in Zusammenarbeit mit dem Stadtforum München.

Bojana Cvejic und Jan Ritsema Jugoslawien/ Niederlande
TODAY ulysses
a pas de deux
a lone

How to navigate between the eagerness to say/do something
and the impossibility of making anything else than an image?
An image:
imperceptible…a carpet to absorb one's sentiment
big, overwhelming… a mirror to reflect a spectacle?

  "How can we make a performance that has eyes?"

To make something today, does one have to have a problem?
We have no further use for the functional, the beautiful, or for whether or not something is true.
We are bored with funny games.
We have only time for conversation.
But how can one deal with the loss of critical distance?
Of the self that looks and is looked at?
An actor? But at best he is a chooser, a buyer of products loaded with content.
Can one look, be looked at and at the same time, look back?

Der Schauspieler und Tänzer Jan Ritsema bewegt sich in seinen Arbeiten an der Grenze zwischen Darstellung und "Non-Performance". Die Begegnung mit dem Zuschauer, dessen Blick auf die Kunst ist Thema von "TODAY ulysses", das in Zusammenarbeit mit der Musikwissenschaftlerin und Theatermacherin Bojana Cvejic entstand.

Im Rahmen von SPIELART initiiert das Siemens Arts Program außerdem ein Late Night Meeting mit Jan Ritsema und Jérôme Bel.

Produktion: Kaaitheater Brüssel.

Ein Beitrag des Siemens Arts Program.

Acco Theater Center Israel
Short Cut to God

Smadar Yaaron und Moni Joseph, die das Publikum bereits bei SPIELART 1999 mit ihrem "Salon"-Theater "The Anthology" in der Villa Stuck in ihren Bann schlugen, inszenieren eine fernsehgerechte Talkshow. Thematisch vermischen sie Alltägliches und Banales, Politisches und Brisantes zu einem aktuellen Cocktail. Leben in München. Wer ist Opfer, wer ist Täter? Die Beziehung zwischen Israelis und Deutschen. Der "second generation complex"..Durch die "Sendung" führt ein leibhaftiger Talk-Master aus Israel.

Zuschauer, die als Gesprächsteilnehmer an der Talkshow teilnehmen möchten, können sich telefonisch unter 089 / 280 56 07 anmelden.

Produktion: Acco Theater Center, Theaterfestival SPIELART München und Forum Freies Theater Düsseldorf.
Realisierung: Theaterfestival SPIELART München in Zusammenarbeit mit dem Stadtforum München und mit Unterstützung der Botschaft des Staates Israel.

Oliver Hangl Österreich
Handinyourhead

Oliver Hangl zwingt den Besucher in eine voyeuristische Position. Aus der sicheren Distanz einer Aussichtsplattform nimmt dieser Einblick in künstliche Szenerien, die mit der Lust des Beobachtens spielen und letztlich zur Projektionsfläche für Klischees und Fiktionen seiner eigenen Identität werden können. Oliver Hangl operiert an der Schnittstelle zwischen Theater, Film und bildender Kunst. In seinen Performances, die er zumeist gemeinsam mit Schauspielern und Musikern erarbeitet, verbindet er theatrale und filmische Elemente.

 

Produktion und Realisierung: Oliver Hangl und Theaterfestival SPIELART München in Zusammenarbeit mit dem Stadtforum München.
Mit freundlicher Unterstützung von Sennheiser electronic GmbH & Co. KG

Christine Hill USA/ Berlin
The Volksboutique Portable Office.

Volksboutique ist die Beschreibung einer Serie von Projekten von Christine Hill.
Ein tragbares Büro stellt den Bezugspunkt für den Zuschauer dar. Dessen Ingredienzien definieren die Volksboutique. Jedes einzelne Element bietet eine unterschiedliche Aktivität, einen anderen Aspekt der Beteiligung des Publikums oder Konsumenten.

Ursprünglich war das Projekt Volksboutique in Berlin Mitte ansässig (1996-97), eine Niederlassung wurde 1997 bei der 10. Documenta errichtet. Volksboutique-Projekte sind performativer Natur und beziehen sich auf das Alltagsleben.

 

Produktion und Realisierung: Christine Hill und Theaterfestival SPIELART München in Zusammenarbeit mit dem Stadtforum München.

Anna Anders München
Touchscreen

Die Installation "Touchscreen" macht die Berührung, die Lust am Anfassen zum Thema mit Variationen: Wie verhält sich der Benutzer interaktiver Installationen? Ist er das Objekt der Begierde oder ein aufdringlicher Grapscher? Jeder Region des Monitors sind verschiedene Video- und Audiosequenzen zugeordnet. Insgesamt können mehr als 400 Ereignisse oder Reaktionen aufgerufen werden.

"Touchscreen" wurde mit dem 1. Marler Video-Installations-Preis 1998 ausgezeichnet und vom Skulpturenmuseum Glaskasten Marl gekauft. Seit 1999 befindet sich eine Version von "Touchscreen" im Ars Electronica Center Linz.
Produktion: Anna Anders und Klaus Gasteier
Eine Leihgabe des Skulpturenmuseums Glaskasten Marl.
Realisierung: Theaterfestival SPIELART München in Zusammenarbeit mit dem Stadtforum München.

Florence Kan-Ti-Shan München
Essen ist Erotik. Essen ist Kommunikation. Essen ist Gewalt

Florence Kan-Ti-Shan ist Food-Künstlerin. Aufgewachsen im Mekong-Delta in Vietnam, lebt sie seit 1970 in München. Ihre Kenntnisse der traditionellen Mandarin-Küche sind der Ausgangspunkt ihrer künstlerischen Arbeit als Performerin. An diesem Abend ist sie die kulinarische Gastgeberin.

Produktion und Realisierung: Florence Kan-Ti-Shan und Theaterfestival SPIELART München in Zusammenarbeit mit dem Stadtforum München.

17., 18.11./ 19 Uhr
EINSTEIN Kulturzentrum

Eintritt DM 45
ermäßigt DM 30

Karten: www.muenchenticket.de